Ort
Leiderdorp – Niederlande
Auftraggeber
Omgevingsdienst West-Holland
Zeitraum
Juni 2018

Frühere Geschäftsaktivitäten (chemische Reinigung, Deponierung von Abfällen) am Standort Van Leeuwenpark e.o. in Leiderdorp haben zu einer Bodenverschmutzung mit flüchtigen Chlorkohlenwasserstoffen (VOCl) geführt. Die Bodenkontamination befindet sich im Boden (Quellbereich) und im Grundwasser und erstreckt sich von der lokalen Quellposition am Gelände hinter der chemischen Reinigung bis in die Nähe der Autobahn A4 und bis in eine maximale Tiefe von ca. 50 m-mv. Es wurde schwere Bodenverunreinigung festgestellt, bei dem unakzeptable Verbreitungsrisiken eine rasche Sanierung erforderlich machten. Der Sanierungsplan (SP) unterscheidet zwischen dem Plan für das Quellgebiet, also dem Bereich, in dem die Verunreinigungen ihren Ursprung haben, und dem Plan für das Übergangsgebiet, dem Teil der Verunreinigungswolke, in dem sich aufgrund der Ausbreitung die größte Belastung befindet. Der Plan für den Rest der Wolke fällt nicht in den Rahmen dieser Ausschreibung.

Die Arbeiten im Zusammenhang mit der Sanierung des Quellgebiets umfassen im Wesentlichen folgende Punkte:

  • Durchführung von Direktinjektionen mit Substrat und Bakterien im Quellbereich
  • Installation von 5 Sieben mit einem Filterraster von 7 bis 10 m-mv zur Injektion von Substrat und Bakterien in den Grundwasserleiter
  • Installation von zwei Sieben mit entsprechenden Infiltrations- und Extraktionsfiltern, nämlich:
    Sieb 1: 10 Filter mit einem Filterraster von 5 bis 12 m-mv und 10 Filter mit einem Filterraster von 15 bis 22 m-mv
    Sieb 2: 6 Filter mit einem Filterraster von 10 bis 17 m-mv und 6 Filter mit einem Filterraster von 33 bis 40 m-mv
  • Die Installation einer Sanierungseinheit mit einem Bioreaktor für die Gewinnung und Infiltration von Grundwasser, die Dosierung des Substrats und die Einbringung einer geeigneten Bakterienpopulation
  • Verlegung von Leitungen zu und von den Filtersieben und der Sanierungseinheit
  • Installation einer Reihe von Monitoringfiltern
  • Durchführung der aktiven Sanierung durch Spülen von Sieb 1 zu Sieb 2, 6 Monate lang
  • Wiederholung von Injektionen in die Infiltrationsfilter im Quellbereich

Aktueller Stand der Dinge

Der Bau der Bodensanierungsanlage ist abgeschlossen. Nach monatelanger Vorbereitung und Umsetzung haben am 12. Oktober 2018 im Beisein der Provinz Zuid-Holland der Stadtrat Jeff Gardeniers, der Omgevingsdienst Midden-Holland (ODMH) und der Omgevingsdienst West-Holland die Prozessinstallation (BEAT-Konzept) in einem offiziellen Akt gestartet. Außerdem wurde ein Drehwürfel mit Informationen über den Sanierungsvorgang enthüllt.

In den kommenden Monaten werden die Bakterien hart daran arbeiten, die Kontamination in harmlose Abbauprodukte umzuwandeln. Die aktive Phase wird voraussichtlich etwa 30 Wochen dauern.